In den letzten Monaten war es recht ruhig hier. Was vor allem daran lag, dass ich mit meiner Schwester in Neuseeland, Bali und Australien unterwegs war (mehr dazu auf findingitontheway.com). In Australien befinde ich mich immer noch, allerdings habe ich die letzten Tage genutzt, um userability.de von Joomla auf WordPress umzustellen. Den umgekehrten Weg bin ich vor einigen Jahren schon mal gegangen, als ich meinen ersten Blog erst mit WordPress aufgesetzt und dann auf Joomla umgestellt hatte.

Für den Wechsel von WordPress auf Joomla gab es damals gute Gründe. Zwar war WordPress zu der Zeit schon eine gute Blogsoftware, allerdings auch „nur“ eine Blogsoftware. Sowie man eher eine Webseite mit Blogfunktion haben wollte, stieß WordPress an seine Grenzen und Joomla kam ins Spiel. Ausschlag für den Wechsel zurück auf WordPress hat nun gegeben, dass sich mit WordPress mittlerweile eben so gute, wenn nicht sogar bessere Webseiten bauen lassen, es deutlich mehr nutzerfreundliche und kostenlose responsive Designs gibt und  (und das war für mich der ausschlaggebendste Grund) WordPress einfach mit einer besseren Usability überzeugt.

Drei Beispiele, die WordPress nutzerfreundlicher machen als Joomla:

  1. Übersichtliches Backend

Während Joomla den Ansatz verfolgt, einen Großteil der Komponenten, Plugins und Module direkt von Beginn an zur Verfügung zu stellen, startet WordPress mit wenig, so dass jeder Webseitenbetreiber selbst entscheiden kann, welche Plugins er hinzufügen möchte. Das führt dazu, dass das Backend nicht überladen wird und (idealerweise) nur die Erweiterungen installiert sind, die auch für den Betrieb der Webseite benötigt werden.

Viele Unternehmer schrecken bei der Idee ihre Webseite selbst zu pflegen zurück, weil ein Blick ins Backend alles zu technisch erscheinen lässt. Bei Joomla definitiv der Fall, wenn der Nutzer aber nur das sieht, was auch wirklich gebraucht wird, findet er sich viel schneller und einfacher zurecht, so dass mit der richtigen Unterstützung beim Aufsetzen der Seite inkl. anschließendem Training jeder die Webseitenpflege selbst übernehmen kann (und ich empfehle jedem Kleinunternehmer seine Webseite selbst zupflegen, da man seine Produkte und/oder Dienstleistungen am besten kennt und die Zeit, die man dafür aufwenden würde, um jemanden zu briefen, auch der Zeit entspricht, die man braucht, um es selbst zu erledigen).

Joomla- und WordPress-Backend im Vergleich. Wo findet man sich schneller zurecht?

Joomla- und WordPress-Backend im Vergleich. Wo findet man sich schneller zurecht?

  1. Nicht volle Ausnutzung des vorhandenen Platzes

Für Joomla hatte ich mir extra die Erweiterung Easyblog gekauft, die es – wie der Name schon sagt – einfach machen sollte, zu bloggen. Enttäuscht wurde ich was das Bloggen angeht auch nicht, allerdings kam mit dem letzten Update eine „Verbesserung“, mit der ich etwas unglücklich war. Wenn ich meine Beiträge bearbeiten wollte, öffneten sich die Beiträge plötzlich nicht mehr im gleichen Fenster, sondern im Layer. Auch wenn es da sicher nur um Pixel geht, fühlte sich plötzlich alles so eingeengt an. Nach der Speicherung wurde der Layer jedes Mal geschlossen und wenn ich den Layer schließen wollte (auch wenn gar keine Änderungen vorgenommen wurden), wurde ich gefragt, ob ich auch wirklich sicher wäre.

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Beitragsbearbeitung im Layer

  1. WordPress merkt sich die letzten Einstellungen

Zwar gab es für den Wechsel von Joomla auf WordPress ein Plugin zur Übernahme der Daten, allerdings war dieses für sämtliche Beiträge, die mit Easyblog geschrieben wurden (99,9% ;)) kostenpflichtig. Somit habe ich die Beiträge manuell zu WordPress kopiert. Um tatsächlich alle Absätze und Bild-URLs mitzunehmen, musste ich bei Joomla jeden Beitrag manuell im HTML-Modus öffnen. WordPress hingegen hat sich gemerkt, dass ich alles in den HTML-Modus kopieren möchte und mir diesen dann immer automatisch geöffnet (spart immerhin einen Klick und die Wartezeit bis die Seite neu geladen ist).

Drei gute Gründe, um auf WordPress umzusteigen. Hoffe, das neue Layout gefällt :).

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