„If you can’t measure it, you can’t improve it.“ Peter Drucker

Haben Sie schon mal versucht Diät zu halten, ohne sich regelmäßig auf die Waage zu stellen? Oder Ihre Laufleistung zu verbessern, ohne die Zeit zu stoppen? Vermutlich nicht, denn wer nicht regelmäßig seinen Fortschritt kontrolliert, weiß auch nicht, ob und wenn ja, wie er sich verbessert.

Genauso verhält es sich auch bei der Webseiten- und Onlineshop-Optimierung. Um sich kontinuierlich zu verbessern, ist es wichtig, dass jeder Webseiten- und Onlineshop-Betreiber die wichtigsten Kennzahlen im Blick hält und weiß, was auf seiner Seite passiert. Analyse-Systeme wie bspw. Google Analytics, etracker, … bilden die Basis für einen kontinuierlichen Optimierungsprozess, bestehend aus:

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Analyse:

Wo steigen die meisten Besucher aus? Was könnte der Grund sein? Wurde das Produkt nicht gefunden oder wurde dem User vorher mehr versprochen? Wo sind die Abbrüche am höchsten? Gibt es Auffälligkeiten bei bestimmten Browsern? Oder Nachholbedarf bei bestimmten Devices?

Hypothese

Sowie Sie wissen, wo Ihre Absprungraten am höchsten sind, entwickeln Sie Ideen, um gegenzusteuern. Was können Sie testen, um die Webseite besser zu gestalten? Dafür lohnt sich häufig auch ein Blick zum Wettbewerb. Wie wird es dort gelöst? Könnt es so auch bei Ihrer Webseite funktionieren?

Priorisierung

Zu viele Ideen, die zusammen getestet die Ergebnisse verfälschen würden? Wo fange ich als erstes an zu optimieren?

Generell sollten Sie sich einen Überblick verschaffen, auf welchen Seitentypen (Home, Kategorieseiten, Landingpages,…) Sie viele Besucher, aber auch viele Ausstiege haben. In diesen streckt häufig das meiste Optimierungspotenzial.

Schreiben Sie für diese alle Testhypothesen auf und verteilen Sie Punkte, wenn

  • der Test am Ende zu einer höhere Conversion führen könnte (Kauf, Kontaktaufnahme,…)
  • der Test auf einer Seite stattfindet, die direkt der Conversion dient (Checkout, Kontaktformular,…)
  • die Änderung im direkt sichtbaren Bereich stattfindet (above the fold)
  • alle User von der Verbesserung profitieren würden und nicht nur bestimmte Besuchergruppen (Wiederkehrende oder neue Besucher, …)
  • die Lösung so oder so ähnlich auch beim Wettbewerb im Einsatz ist und als intuitiver empfunden wird

Damit sollten Sie Ihre „Hauptbrennpunkte“ identifiziert haben, die sie dann nach und nach angehen und testen

A/B-Test

Was auf einer Seite funktioniert oder nicht, weiß eigentlich keiner, außer der User selbst. Daher sollten Sie auch Ihre User über besser oder schlechter entscheiden lassen, in dem Sie in einem A/B-Test die aktuelle Variante gegen eine neue (verbesserte) Variante testen. Definieren Sie Kennzahlen, die zur Bewertung herangezogen werden sollen.

Ergebnisse

Hat Ihre Analyse eine hohe Bouncerate auf der Homepage hervorgebracht, Ihre Hypothese eine Schwachstelle bei der Teasergestaltung ausgemacht? Dann testen Sie die aktuellen Teaser gegen neuere und vergleichen Sie den Effekt auf Bounce- und Click-Through-Rate.
Die Gewinnervariante lassen Sie dann für alle User laufen.

War es das mit der Optimierung?

Sie glauben, dass Sie sich damit dann erstmal schlafen legen können? Leider falsch. Da sich Interessen und User verändern, Techniken (Browser, Devices,..) weiterentwickeln und Ihre Seite nie eine 100ige Conversion erreichen wird, analysieren Sie weiter. Nur so lernen Sie nach und nach Ihre User besser kennen und können auf diese optimieren.

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