IOS 14 Update vs. Facebook: Was du jetzt tuen musst

IOS 14 Update vs. Facebook: Was du jetzt tuen musst

Ab Montag (26.04.2021) beginnt Apple mit dem Rollout des IOS 14 Updates, welches unter anderem Auswirkungen auf eure Facebook Anzeigen haben wird (vermutlich nicht sofort, da nicht jeder User das neuste Update direkt installieren wird, aber über die nächsten Monate).

Daher wird es spätestens jetzt Zeit, sicherzustellen, dass ihr alle Vorkehrungen getroffen habt, um weiterhin eine möglichst große Anzahl an Conversions an Facebook zu übermitteln. Wie zeige ich euch im folgenden Beitrag.

Worum ging es nochmal genau beim IOS 14 Update?

Mit dem neuen IOS14 Update müssen Apple User explizit dem Tracking zustimmen, so dass negative Auswirkungen auf eure ROAS in Facebook zu erwarten sind (da nicht jede Bestellung tatsächlich zurückgemeldet werden wird). Wenn nicht jede Bestellung (oder jeder AddToCart etc.) zurückgemeldet wird, wird der Facebook Algorithmus  Probleme haben eure Facebook Anzeigen auf diese Ziele und somit die richtigen User zu optimieren.

Was müsst ihr tun?

1. Verifiziert eure Domain im Facebook Business Manager

2. Legt eure 8 Conversionziele fest

Für Onlineshops mindestens: Purchase (mit Value Optimization = on nimmt das alleine vier Slots weg), Initiate Checkout, Add to Cart und View Content.

3. Nutzt zusätzlich zu eurem Pixel auch nochmal die Facebook Conversion API

Idee hierbei ist, dass ihr die Bestellungen nochmal parallel zum Facebook Pixel direkt aus eurem Shopsystem an Facebook sendet. Wie das funktioniert, ist abhängig vom Shop-System.

Grundsätzliche Optionen die ihr habt:

  1. Über eine Schnittstelle wie bspw. Zapier
  2. Über eine Einstellung im Shop-Backend (Shopify hat hierfür mittlerweile eine Option bereitgestellt)
  3. Über Serverseitiges GTM-Tracking

Nachteil der ersten beiden Lösungen ist, dass tatsächlich nur das Purchase Event an Facebook gesendet wird und sowas wie AddToCart oder InitiateCheckout eben nicht. Falls ihr eure Kampagnen also auch gerne mal auf diese Ziele hin optimiert, solltet ihr vermutlich über Serverseitiges GTM-Tracking nachdenken.

4. Stellt sicher, dass euer Analytics-Setup sauber funktioniert

Während Facebook auf ein 7 Tage Attributionsfenster umstellen musste (heißt: kauft jemand 8 Tage nachdem er oder sie auf eure Anzeige geklickt hat, wird diese Bestellung nicht mehr der Werbeanzeige im Facebook zugeordnet werden), führt Google Analytics euch die Daten auch noch innerhalb von 6 Monaten zusammen. Zwar "gewinnt" dort auch der Last-Non-Direct-Klick, so dass nicht zwingend jede Bestellung auch direkt für den Social Kanal gezählt wird, allerdings könnt ihr über die Multi-Channel-Trichter dennoch weiterhin sehen, wie wichtig der Erst-Kontakt über Facebook war. Voraussetzung dafür ist allerdings ein sauberes Analytics-Setup UND eine saubere Verwendung von UTM-Parametern bei all euren Marketing-Kampagnen.

Nick Hartmann
Nick

Nick ist Conversion Experte. Er hilft Webseiten- und Onlineshop-Betreibern bei der Optimierung ihrer Seite und entwickelt Strategien für eine conversionoptimierte User-Experience. Sein Motto: "Make the world (wide web) a better place".

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